Wenn Essen krank macht...
3. Diabetes mellitus

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um einen gestörten Zuckerstoffwechsel. Grundlage einer gesunden Ernährung bei Diabetes ist einmal mehr eine abwechslungsreiche, ausgewogene Lebensmittelauswahl. Doch Sie sollten darüber hinaus das ein oder andere beachten.

Unsere Tipps:

  • Bei Übergewicht ist eine Gewichtsabnahme die wichtigste Maßnahme, denn die Kombination von Übergewicht und Diabetes erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Diabetes-Patienten, die mit Insulin behandelt werden, müssen auf die Menge und Verteilung der für den Blutzucker wirksamen Kohlenhydrate zu den einzelnen Mahlzeiten achten, um die Insulinmenge richtig zu dosieren. Daher geben wir in unserem Produktinformationsordner, den Sie in allen Ganseforth-Filialen jederzeit einsehen können, und in den Produktinformationen hier auf unserer Internetseite die BE unserer Backwaren an. BE sind die Broteinheiten, mit deren Hilfe sich der Gehalt an blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten in den Backwaren leicht abschätzen lässt, denn eine BE entspricht 12 g Kohlenhydrate.
  • Zucker ist heute für Diabetes-Patienten nicht mehr grundsätzlich verboten. Allerdings sollten Sie keine großen Mengen davon auf einmal essen. Wenn Sie nicht abnehmen müssen, können Sie sich gern mal etwas Süßes gönnen und müssen dabei nicht auf zuckerreduzierte Produkte zurückgreifen. Die sogenannten Diätprodukte, die Zuckeraustauschstoffe enthalten, werden heute von Ernährungswissenschaftlern nicht mehr empfohlen. Sie bringen kaum Vorteile, liefern allerdings häufig viel Fett. Verzehren Sie den Zucker nicht pur (zum Beispiel in Getränken), sondern in Form eines leckeren Stückchens Kuchen oder als Nachtisch. Denn ist der Magen bereits gefüllt, verläuft die Verdauung des Zuckers länger und der Zuckereinstrom ins Blut wird verzögert.
  • Verteilen Sie zuckerhaltige Lebensmittel auf mehrere Portionen am Tag, so vermeiden Sie einen schnellen Blutzuckeranstieg und den darauffolgenden Heißhunger. Essen Sie fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag. Denn kleine Portionen schonen die Bauchspeicheldrüse, in der das Insulin produziert wird, während sie mit großen Mahlzeiten überfordert wird.
  • Als Durstlöscher sind für Sie zuckerfreie Getränke wie Kräuter- und Früchtetees und Mineralwasser geeignet. Wer Mineralwasser pur nicht mag, kann auf aromatisiertes Mineralwasser zurückgreifen. Zum Süßen von Kaffee und Tee können Sie Süßstoffe verwenden.
  • Obst und Gemüse sind grundsätzlich auch für Diabetiker gesund. Allerdings zählen Ananas, Bananen, Honigmelonen und Weintrauben zu den besonders zuckerreichen Obstsorten. Kombinieren Sie diese Früchte einfach mit Quark oder essen Sie Weintrauben zu einer Käseplatte. Durch die Kombination mit Fett gelangt der Zucker langsamer ins Blut. 
 
4. Übergewicht

Zu viel Gewicht schadet unserer Gesundheit. Es belastet Knochen und Gelenke und bringt den Stoffwechsel aus dem Takt. Die Folgen sind Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Gicht oder Bluthochdruck. Diese Erkrankungen sind besonders gefährlich für Herz und Kreislauf. Bei Übergewicht kommt es daher sehr viel öfter zu Herzinfarkt oder Schlaganfall als bei normalgewichtigen Menschen. Der Body-Mass-Index (BMI) hilft Ihnen, Ihr Körpergewicht zu beurteilen. Nehmen Sie einen Notizblock, einen Stift und einen Taschenrechner zur Hand und wiegen Sie sich. Mit dem Taschenrechner können Sie nun Ihren BMI berechnen: einfach das Körpergewicht in Kilogramm durch Ihre zum Quadrat genommene Körpergröße in Metern teilen. Die unten aufgeführte Formel hilft Ihnen dabei.
 

BMI = Gewicht (kg) / Größe (m) x Größe (m)

Die folgende Tabelle hilft Ihnen, ihren errechneten BMI zu deuten:

BMI

Auswertung

< 18,5

Untergewicht

18,5 – 25

Normalgewicht

> 25 - 30

Übergewicht

> 30

Adipositas (Fettleibigkeit)

                          Bewertung nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
 

Diese Werte dienen der Orientierung, die im Einzelfall nicht das Maß aller Dinge sein können. So bedeuten BMI-Werte noch unter 30 nicht zwangsläufig, dass man abnehmen muss. Sind Sie körperlich aktiv, gesund und fit, sind Blutdruck, Blutzucker und Blutfette in Ordnung, sollten Sie versuchen Ihr Gewicht zu halten und sich nicht verkrampft bemühen ein „Normalgewicht“ zu erreichen. Vor allem mit steigendem Alter kann man ein paar Kilos mehr tolerieren, solange man dabei gesund ist. Bei einem BMI über 30 allerdings steigt das Risiko für Folgeerkrankungen massiv an – dann ist eine Gewichtsabnahme ratsam.

Unsere Tipps:

  • Meiden Sie alle Extrem-Diäten! Je einseitiger eine Diät ist und je größer die angepriesenen Abnahmeerfolge, desto ungeeigneter ist sie für eine gesunde und dauerhafte Gewichtsabnahme. Also vergessen Sie Blitz- und Crash-Diäten. Sie führen oft zu dem sogenannten Jo-Jo-Effekt. Denn während der Diät fährt unser Körper den Stoffwechsel runter, um Energie zu sparen. Wenn wir nach der  Diät wieder essen wie vorher, sind die verlorenen Pfunde schnell wieder drauf. Planen Sie besser langfristig, denn gesund Abnehmen heißt langsam Abnehmen! Dies schaffen Sie mit einer abwechslungsreichen Kost, die Sie ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und dazu noch schmeckt.
  • Essen Sie sich satt an Gemüse, frischem Obst, Vollkornbrot und anderen Vollkornprodukten. Sie sorgen für einen gut, aber mit wenigen Kalorien gefüllten Magen und helfen dabei, länger satt zu bleiben.
  • Essen Sie weniger fettreiche Lebensmittel, wie Wurst, Käse, Sahne, Schokolade und andere fettige Süßigkeiten. Sie liefern uns jede Menge überflüssige Kalorien. Gönnen Sie sich diese Lebensmittel ganz bewusst, dafür aber selten.
  • Bevorzugen Sie mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte und Fisch. Diese Lebensmittel enthalten wertvolles Eiweiß und sättigen dadurch gut.
  • Verzichten Sie auf Streichfett auf Ihrem Brot oder Brötchen. Belegen Sie es stattdessen mit saftigem Gemüse oder wählen sie fettärmere Alternativen wie Senf, Mager- oder Kräuterquark.
  • Wählen Sie unsere Vollkornbrote oder Brote mit hohem Roggenanteil. Sie enthalten viele Ballaststoffe und halten uns dadurch lange satt.
  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter am Tag. Bevorzugen Sie kalorienfreie oder –arme Getränke, wie Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorlen. Süße und alkoholische Getränke dagegen liefern zwar viel Energie aber keine Sättigungswirkung.
  • Werden Sie regelmäßig körperlich aktiv und gönnen Sie sich täglich ein paar Minuten bewusste Entspannung. Beides wirkt sich positiv auf Ihr Körpergewicht aus.
  • Und ganz besonders wichtig: lassen Sie sich Zeit mit dem Abnehmen. Kilos, die man in Jahren angesammelt hat, wird man auf gesunde Weise nicht in wenigen Wochen los. Aus gesundheitlicher Sicht ist es ratsam, nicht mehr als ein halbes Kilo pro Woche zu verlieren.

Um dauerhaft abzunehmen, werden unsere Tipps vermutlich nicht ausreichen – sie sind lediglich eine Anregung und Hilfestellung. Für eine langfristige Ernährungsumstellung und ein ergänzendes sinnvolles Bewegungsprogramm brauchen Sie professionelle Unterstützung.

 
Weitere Beiträge...
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>
Seite 2 von 4